Das ungeschützte Feuer im freien Gelände war dem Wind und Regen ausgesetzt. Dies erschwerte die kontrollierte Verbrennung und es ging dabei viel ungenutzte Energie verloren. Zweckmäßig war daher die Verlagerung in eine Höhle, in einen Unterstand oder in ein Haus. Außer dem Schutz gegen Regen, dem starken Wind und ungebetenen Gästen war jedoch das Leben im Rauchhaus fast genauso unwirtlich wie im Freien. Die Belichtung war außerdem dabei noch sehr eingeschränkt.

Das offene Feuer im Rauchhaus erzeugte fast ausschließlich nur Strahlungswärme, denn die erwärmte Luft ging gleichzeitig mit dem Rauch verloren. Da ständig kalte Luft von außen nachströmen musste, lebten die Bewohner in Zugluft und Kälte.

Die Lebens- und Arbeitsabläufe der Menschen wurden davon bestimmt, möglichst viel Brennstoff zu sparen:

  • Der Aufenthalt der Bewohner konzentrierte sich unmittelbar am Feuer, um die Strahlungswärme zu nutzen.
  • Die Nähe zum Feuer richtete sich nach dem individuell notwendigen Wärmebedarf (Rangordnung: Ältere, Kranke, etc.)
  • Es galt der Verzicht auf komplette Raumbeheizung und Raumnutzung  (Der Mensch geht zur Wärme – und nicht die Wärme zum Menschen)
  • Ortsungebundene (bewegliche) Wärmequellen waren Feuerschalen, Komforts, Bettpfannen, Stövchen, Wärmesteine und Wärmeflaschen. Sie glichen die mangelhafte Grundwärme punktuell aus.
  • Die Bewohner verzichteten auf die Beheizung mehrerer verschiedener Räume (Einraumhaus). Dies schloss ein differenziertes und individuelles Wohnen aus.
  • Um Energieverluste zu vermeiden, wurde auf unnötige Fensterfläche verzichtet.
  • Bei Kälte wurden Fensternischen mit Stroh geschlossen und damit auf Lichteinfall verzichtet (Vergleiche:   Ölbild im Torhaus).
  • Das gemeinsame Leben mit Nutztieren als Wärmespender unter einem Dach wurde toleriert (Ausdünstungen, Schmutz, Geräusche!)
  • Für die optimale Ausnutzung der eigenen Körperwärme sorgte eine angepasste Kleidung.
  • Eine optimale Nutzung eigener Körperwärme in der Nacht wurde durch abgeschlossene, schrankähnliche Schlafstellen ermöglicht.

Denkanstoß:

Übertrage die einzelnen Gesichtspunkte auf die Lebensumstände unserer Zeit…

Fazit:

Die häuslichen Lebensformen waren eng mit dem Feuer verknüpft. Sie wurden durch das Bemühen um Brennstoffsparen bestimmt. Techniken für eine effiziente Ausnutzung der Brennmaterialien fehlten noch.