Es scheint, als hätte gerade erst die Epoche der Energieeffizienz und Ressourcenschonung begonnen. Die Bedrohung durch einen weltweiten Konflikt als Folge eines Verteilungskampfes um Energie- und Rohstoffe - aber auch die kaum absehbaren Folgen der Klimaveränderung - sind bisher nicht ins Bewusstsein aller Menschen gelangt. Für viele steht die Bedrohung des Wohlstandes und des Wachstums noch im Vordergrund.

Nein, die Notwendigkeit und das Bemühen um Energieeffizienz und

Ressourcenschonung als wichtiges Thema der Gegenwart und Zukunft ist nicht neu.

In diesem Aufsatz wird aufgelistet, wie dieser Aspekt im Tagesablauf unserer Vorfahren nicht nur gedacht, sondern auch gelebt wurde und wie sich der Erfindergeist der Konstrukteure darauf konzentrierte.

Die Exponate der Ausstellung FEUER, HERD, OFEN in Asbeck belegen anschaulich, wie die Notwendigkeit des Energiesparens eine Weiterentwicklung der Feuerstätten geprägt hatte und das Leben veränderte. Die Hochzeit der technischen Entwicklungen führte unter anderem zur Brennwerttechnik für Feststoffe bei den alten Holzsparöfen mit Rauchgasnutzung. Trotz ihrer Höhe (bis zu 2,60 m) verbrauchten sie kaum Brennstoffe.

Hatten denn nicht die alten Römer schon entdeckt, wie viel Restwärme in den Rauchgasen eines Feuers enthalten ist? Sie erwärmten z.B. damit um 100 n.Chr. die Böden und Wände der Römervilla in Ahrweiler bei Bonn.

Fast 2000 Jahre später heizen wir in immer mehr Haushalten mit modischen Kaminöfen (Spaßöfen), die die heißen Rauchgase fast ungenutzt durch dicke Rohre zum Schornstein hinaus jagen. Sie sind außerdem den ersten Uröfen, die man später auch Holzfresser nannte, sehr ähnlich.

Der folgende Aufsatz beschäftigt sich stichpunktartig mit der Entwicklung besonderer Konstruktionsmerkmale, die alte Herde und Öfen zu Sparöfen machten und früher ein energiesparendes Heizen ermöglichten. Es geht dabei um konkrete Belege für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Brennstoffen, obwohl Kenntnisse über den Klimawandel damals noch nicht vorhanden waren.

Trotz zum Teil strenger Umweltauflagen in vielen Bereichen (vergl. Verkehrsmittel) sieht der Verfasser im Bereich der Feuerstätten ein großes Potential zu mehr Energieeffizienz und Vermeidung von Schadstoffen. Er fordert auf, den Erfindungsgeist unserer Vorfahren aufzugreifen bzw. weiter zu entwickeln und lädt zu einem fachorientierten Museumsbesuch in Asbeck ein.